Zitat:
Zitat von Jippie
Frag mal Fahrer anderer Autos, was Druckstreben, Querlenker, Pendelstützen, etc sind. Wer einen E38 hat weiss das. Und vieles mehr.
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Naja, im Profil lese ich einen Avensis - der wird wohl noch keine >250.000 km runter haben, wie so viele E 38?
Ich kann Dir versichern, dass km-intensiv genutzte Mercedes und Audi auch nicht ewig mit denselben Fahrwerksteilen umherfahren...
Und im direkten Vergleich fährt sich ein BMW eben nicht ohne Tribut so, wie er sich fährt: unvergleichlich agil, angesichts der Größe und des Gewichts beinahe sportlich.
Das verschleißt eben, zumal man es - eben weil es die Freude am Fahren bringt - natürlich mit oft höheren Tempi nur zu gerne ausreizt. Ein Schaukel-Fahrwerk wirft man nicht gerne in die Kurve.. ja eben, drum.
Mit gutem Material hat man allerdings eine Fahrwerksrenovierung normalerweise zwei bis drei Mal pro Autoleben (mal angenommenerweise 400.000 km). Das ist noch überschaubar.
Aber in der Tat ist es auch meine Erfahrung, dass es beim E 38 - ganz offensichtlich gewichtsbedingt - noch etwas zügiger geht als bei anderen Baureihen. "Meiner" (also immer noch Vadders, aber der fährt ja nicht mehr) fuhr bis km 45.000 auf 245ern in 17 Zoll, seitdem bis heute (km 138.000 km) nur noch 235er in 16 Zoll. Weniger geht ja kaum.
Trotzdem beginnt die VA immer nachdrücklicher ihr Zitterspiel anzustimmen, im direkten Vergleich hat es bspw. mein seidengrüner 540 mal eben 50.000 km weiter geschafft bzw. länger mit seinem Originalkrempel ausgehalten, mein 518 war mit 173.000 km letzte Woche für einen (den ersten) VA-Komponenten-Austausch reif.
Man will ja keine Träume zerstören, man sollte aber auch keine potenziellen Alpträume propagieren... damit erweist man einem jungen Menschen am Ende einen Bärendienst. Mit 300 EUR Monatsbudget für alles würde ich nie im Leben an einen alten E 38 denken: Will man nur 10.000 km pro Jahr damit fahren, gehen 2/3 dieses Betrags bereits zum Auspuff raus.
Und natürlich - man muss so eine Fahrwerksrenovierung auch auf die dann wieder sorgenfreien 80-100.000 km umrechnen.
Blöd ist, dass man nicht im gleichen Maße die Euros dafür kilometerweise abstottern kann. Und so müsste der TE für die VA- und Bremsen-Überholung mit den o.g. Preisen - wenn denn alles zugleich akut würde, wie das zuweilen bei einer HU der Fall ist - seinen E 38 viereinhalb Monate ungenutzt rumstehen lassen.. die 11,80 EUR Abmeldegebühr schenken wir uns mal... bis die Teile zusammengespart sind.
Man darf evtl. auch anzweifeln, ob mit allerlei Kumpels und Bekannten wirklich
"sämtliche Arbeiten die dann daran anfallen" so wunderbar reibungslos und stets ahnungsvoll erledigt werden können. Der BMW M60/M62 ist durchaus etwas komplexer als frühere Motoren, die ausgewiesenen AW-Werte bereits für Standard-Arbeiten sprechen eine deutliche Sprache, und wenn mal die Steuerkette erneuert werden muss... bei nicht wenigen scheitert´s ja bereits an den Tonnenlagern bzw. dem erforderlichen Werkzeug. Und manch Labbeduddel hat die VA-Lenker im ausgefederten Zustand festgezogen..
Letztlich noch die Vielfalt an möglichen Defekten im Sammelsurium der Ausstattungsdetails - was hat "mein" E 38 schon Dinge erneuert bekommen müssen, bei denen ich bis dahin nie angenommen hätte, dass sie so frühzeitig dahin sein können... (Xenonbrenner, Lichtmaschine, Servoleitungen, Navirechner, .. wohlgemerkt alles zwischen km 45.000 und 138.000). - Klar, andere haben 400.000 aufm Tacho und diese Dinge noch unangetastet... im Einzelfall steckt man eben nie drin.
Man steckt aber garantiert rein.
Es bleibt mir jedenfalls völlig* unerklärlich, wie man zu der oben eingeworfenen Ansicht kommen kann, dass eine betagte Luxuslimousine doch nur teuer-geredet würde und in Wahrheit vielmehr genauso billig sei wie ein Kleinwagen.
* Vielleicht hat juelz Recht.
Olli