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BMW 7er, Modell E32
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Alt 02.01.2003, 08:02   #1
Gunnar
Mitglied
 
Registriert seit: 14.06.2002
Ort: Wesel
Fahrzeug: 735i LPG Polaris
Standard Zum Thema Gasfahren weiter unten...

Hallo Leute,
erstmal : frohes und gesundes neues Jahr

Schon seit längeren durchstöbere ich das Forum hier, habe schon viele klasse Tips glesen, dafür danke!!

Zum Thema Gas und 7er.

Ich fahre schon seit Jahren auf Gas, seit Aug. 2001 mein 7er. Es gibt nichts besseres als das.
Allem zum Trotz hats auch Nachteile: Man muss schon ein bischen gicken wo man tanken kann, eigentlich wann, da viele Tankstellen nicht 24h-Betrieb haben. Ich habe die Beträge unten mal überflogen und stelle fest, einiges muss doch noch er'ge'klärt werden.

ROZ: LPG hat ca. 113-115 ROZ, dadurch wesentlich klopffester als SuperPlus oder so. Um gleich mal auf die Eigenschaften des Gasfahrens zukmmen, es gibt nur maginale Unterschiede.

Mein 735i beschleunigt etwas behäbiger, erreiche aber jeder Zeit volle Leistung, kann also nicht den Leistungsverlust nachvoll ziehen ( sofern es sich nicht um Venturi Anlagen handelt - dazu später ).

Endgeschwindigkeit: lt. BC 245 km/h

Durchschnittsverbrauch: 16,5l bei zügiger Fahrweise ( BAB 130 - 150, Landstr. 80 - 110, kaum Stadt)

Preis: den Liter für 49,9.

Zur Ammortisierung: man benötigt etwa 45TKM, für den Durchschnitts Deutschen etwas 3 Jahre ( neuste Statistik von AMS ), für mich selber knapp 10 Monate.

Umrüstungskosten: ab 2000 Euro bis zu 3500 Euro und mehr wer mag

Tank: nicht mehr nur die wahnsinns Granate hinter der Rückbank ( so wie bei mir noch ), sondern bis zu 75l in der Reserveradmulde, dadurch vollen Kofferraum.

Steuer: Die bleibt 100% gleich. Neue Anlagen gehen bis auf D4, standart ist D2 und D3. Mit GAT - System also jederzeit D2 möglich.

Fahren: die Umschalter sind unterschiedlich, in aller Regel funktionieren sie aber gleich, das heißt sie schalten Temperatur und Drehzahlabhängug um. Normalerweise bei 40°C udn ca. 1500 UPM. Dann wird gespart.

Anlagen Typen:
1) es gibt ( besser gab - sowas baut man nicht mehr ) Venturianlagen und
2) Multipoint anlagen.

Venturianlagen basieren auf dem Saugsystem, dass heißt, flüssiges Gas wird in einem Verdampfer erwärmt und als Gas vor den LMM mittels einer großen Düse eingeführt. Durch den Ansaugdruck gelangt das Gas dann in die Ansaugbrück und so in die Zylinder, wird dort verbrannt. In dem Schlauch zwischen Verdampfer und Venturidüse sitzt ein Stellmotor, dieser Reguliert mittels der Lamdasonde den Durchfluss, so dass der Motor nicht abmagert oder überfettet. Dieser Vorgang wird von einem Steuergerät überwacht und reguliert.


Die Multipointanlagen sind Einspritzsysteme. Dabei wird das verdampfte GAs über zwei Regelblöcke mittels zusätzlicher Ventile in die Ansaugbrücke, direkt an die Zylinder gespritzt. Dadurc hat man nur sehr geringe Mehrverbräuche und Minderleistungen. In dem Regelblock sitzen zwei Stellmotoren, welche durch die Steuereung der Gasanlage den Gasfluss regulieren. Der eine Stellmotor für niedrigen Lastbereich ( bis 1600 UPM ) der ander für größere Lastbereiche. Deshalb zwei, damit die Anlage schneller arbeiten kann. Warum nicht drei?? Es ist sehr schwer diese Stellmotoren zu synchronisieren, drei bringen dann aber auch nichts mehr.

Neuere Einspritzsystem spritzen das Gas tatsächlich flüssig eine ( SGI - Anlagen ), haben auch seqenziel einzel elektronisch gesteuerte Einspritzdüsen, und Stuerteile die auf das Bezinsteuergerät aufsetzten, es nicht abschalten ( besser Lambdasondenauswertung, etc...)

Bei herkömmlichen Anlagen werden die Benzineinspritzdüsen abgeschaltet und ein Simulator emuliert die Düsen, so daß dem Benzinsteuergerät es nicht auffällt, das die Düsen gar nicht arbeiten.
Da neuer FAhrzeuge ja nicht nur eine sondern bis zu sechs Lambdasonden haben wird auch hier mit einem zusätzlichen Steuergerät gearbeitet, da ja alle sechs Lambdasonden auf den Gasbetrieb abgestimt werden müssen.

Hitzeentwicklung: Natürlich verbrennen 115 ROZ etwas heißer als 97, aber das deswegen Schäden aufgetreten sind ist mir neu. Wenn man nun 40 - 50 - 60 TKM nur volle Pulle fährt, feet to Bodenblech, dann kann durch die Überhitzung die Lambdasonde flöten gehen und so schleichen sich dann Fehler ein. Evtl. leidet die Kopfdichtung, aber dies ist recht selten. Dazu muss auch gesagt werden, der Gasfahrer im allgemeinen neigt ehere zum sparen als zum rasen, daher auch Gas.... Nur so Leute wie ich wollen wissen was machbar ist...

Aber: probieren geht über studieren, wer mag kann sich ja mal bei mir melden, evtl. kann man sich mal treffen. Ich bin gern bereit mein Gasbrenner mal vorzustellen. Wer will kann ja mal hier stöbern: Externer Link (&Ooml;ffnet in neuem Fenster, der Forumsbetreiber distanziert sich vom Inhalt extern verlinkter Seiten.) www.gunnaradam.de

Eins wollte ich noch sagen: Natürlich dient LPG-fahren der Umwelt und desshalb ist es sinnvoll. Das man was Geld sparen kann ist nebensache ( ah ja....)
Jedoch für Leute, die Ihren 750er auf machen lassen und mit Chiptuning auf 270 und was weiß ich bringen ist es weniger interessant: ich will damit sagen, wer Gas fährt nimmt auch "Nachteile" in kauf. Mir ist es doch egal wie schnell die Karre läuft, wenn ich für 100km mal gerade rund 6 - 7 Euro zahle und nicht 12.... und meine 200 schaffe ich immer.
Gunnar ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2003, 10:32   #2
Moertelmann
"mitohne" Getriebeproblem
 
Registriert seit: 20.10.2002
Ort: Karlsruhe
Fahrzeug: BMW 740i E38 BJ07/1997
Standard

Hallo Gunnar,

ich finde Dein Posting interessant, habe aber noch ein paar Fragen.
Ich habe auch schon öfters im Forum nach Gasanlagen gestöbert und mir ist aufgefallen, daß einige Probleme haben, wenn es unter 0°C hat oder daß es relativ schnell verbrannte Ventile geben soll, da das Gas nicht so gut kühlt wie ein Luft-Benzingemisch. Wie verhält es sich bei Deinem Wagen?

Gruß Martin
Moertelmann ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2003, 11:05   #3
Gunnar
Mitglied
 
Registriert seit: 14.06.2002
Ort: Wesel
Fahrzeug: 735i LPG Polaris
Standard

Hallo Martin

Das Problem mit niedrigen Temperaturen hat man heute schon ganz gut im Griff.

Problem 1 wäre die Temperatur selber. Bei minus Graden braucht der verdampfer halt etwas mit dem Aufwärem und nicht 100% verdampftes Gas lässt dem Motor bescheiden laufen. Dazu wird der Verdampfer mittlerweile elektrisch vorgeheizt und erreicht so recht schnell seine Betriebstemperatur. Zusätzlich wird er mit an den Kühlwasserkreislauf angeschlossen, so dass er auch hier genügend Wärme bekommt. LPG ist ja flüssig und flüssiges Gas ist sehr sehr kalt ( Erfahrung...). Daher muss es immer erwärmt werden, sogar nach dem verdampfen. Mein Regelblock ( wo die Stellmotoren drinn sitzen ) hat auch Wasseranschluss, so dass er auch gut arbeitet, sogar bei absoluten minus Graden.

Darüber hinaus schaltet die Gasanlage erst um, wenn der Motor, bzw. das Wasser 40° erreicht hat. Bis dahin ( bei mir so ca. 2 km ) läuft er auf Benzin. Mann kann die Temperatur auch runter drehen, so dass er auch sofort auf Gas läuft, dan eben etwas ruppig, aber auch nicht lange.

Zu den Ventilen: es ist ja so, dass die Ventile etwa alle 50TKM ( oder so ) kontrolliert werden soll, bw. deren Sitz. Bei Gas sollen die Ventile etwas lockerer sitzen und dafür so alle 20 TKM beäugt werden. Das ein Ventil wegbrennt habe ich bei Gas, trotz der höheren Verbrennungstemperatur noch nicht gehört / gesehen. Sicherlich kann sowas passieren, aber ich denke genauso wie es im Normalfall auch vorkommen kann.

Durch die größe Abgashitze kann es passieren das die Lambdasonde in Mitleidenschaft gezogen wird, aber eigentlich passieren solchen Schäden nur dann, wenn man wirklich etliche TKM Vollgas über die Bahn fährt. Was eher passieren kann ist, das die Benzin - Einspritzdüsen ( wie bei mir ) nicht mehr 100% arbeiten, müssten mal gereinigt werden. Oder das die Benzinpumpe die Grätsche macht, aber dazu fährt man eben 1 - 2km Benzin am Tag und gut is.

Bei mir sind aber Hitzeschäden oder ähnliches bisher ( toitoitoi ) nicht aufgetreten, und die Düsen sind mir egal, da ich eh auf Gas fahre. Sobald ich Benzin fahre merke ich auch nichts von den defekten Düsen, man merkt es nur im Gasbetrieb, da die Düsen nachtropfen ( ist ja ständig Druck im Benzinkreislauf ( damit die Benzinpumpe nicht kaputt geht ), und das drückt Benzin durch die nicht 100% schließenden Düsen ), und der Motor läuft so ständig zu fett . Doch die Software der Gasanlage hat das sogar gegengeregelt... Ich musste schon die Sicherung der Benzinpumpe ziehen um das raus zu bekommen.

Grüße Gunnar
Gunnar ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2003, 12:20   #4
Moertelmann
"mitohne" Getriebeproblem
 
Registriert seit: 20.10.2002
Ort: Karlsruhe
Fahrzeug: BMW 740i E38 BJ07/1997
Standard

Hallo Gunnar,

danke für die schnelle und ausführliche Antwort. So langsam scheint die Technik ja echt ausgereift zu sein. Jetzt muß ich mich erst mal informieren, ob es bei mir in der Gegend eine Tankstelle gibt, bei der man Gas tanken kann, sonst lohnt es sich auf keinen Fall.

Gruß Martin
Moertelmann ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
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