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Alt 14.01.2020, 22:33   #1
1200Kaefer
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 11.08.2008
Ort: Hamburg
Fahrzeug: E38-728 (3/98)
Beitrag Austausch Gummilager der Hinterachse

Ich hab mal den Alauf des Austausches meine Tonnenlager an der Hinterachse aufgeschrieben. Die Bilder aus meiner Datei hat das System nicht übernommen. Wenns interessnt ist bräuchte ich einen Tip, wie ich die auch noch einstellen kann.


Austausch Gummilager des Hinterachsträgers

Alle Angaben ohne Gewähr. Arbeit auf eigene Gefahr.

Nach dem Starten des 728 waren bei bereits kleinen Unebenheiten deutliche Schlaggeräusche zu hören, die nach ca. 2 km Fahrt deutlich nachließen. Zuletzt gab es deutliche Geräusche, wenn ich nach ca. 100m Fahrt auf die Hauptstrasse einbog. Insgesamt war das Überfahren einen Gullys deutlich wahrzunehmen.

Da die Stossdämpfer ok waren und die Aufhängung der Auspuffanlage auch intakt war, kamen mir die Gummilager (Tonnenlager) des Hinterachsträgers in Verdacht.

Der Hinterachsträger wird von BMW im ETK so dargestellt:


Man kann erkennen, wie die Gummilager Nr.2 in die darüber dargestellten Blechzylinder gehören. Mit den Tellern 5 und 6 wird das Lager mit Hilfe der Schraube 8 an der Karosserie befestigt.

Es gilt also die Lager herauszuziehen und anschließend wieder einzupressen.







Lager Sicht auf Unterseite,
Ablösungen des Gummis der Stege vom Aluminiumkern zu erkennen.

Vorne im Bild ist das Gummi während der Demontage abgerissen und man kann deutich den Stahlzylinder des TonnenGummis sehen.












Lager in Einbauposition,
Metallkerne sind parallel zur Fahrtrichtung zu montieren.



Erste Informationen bietet ein You Tube Video E38 HA Tonnenlager
( Externer Link (&Ooml;ffnet in neuem Fenster, der Forumsbetreiber distanziert sich vom Inhalt extern verlinkter Seiten.) https://www.youtube.com/watch?v=IlwKxjeL1Ek ).
Die dort vorgeschlagene Reihenfolge des Austausches konnte ich nicht einhalten.



1. Schritt Ausziehbrücke herstellen
Der Film zeigt sehr schön die U-förmige Ausziehilfe. Da ich diese in der Bucht nicht bekommen konnte, hab ich sie mir selbst hergestellt. Die einzelnen Teile der Hilfe sind sehr gut beschrieben. Ich hab mir daraufhin eine Skizze angefertigt:




Beim Herstellen habe ich geändert. Ich habe nur einen Querträger, den im Bild unteren genommen, da ich das Metallprofil in 4 mm Dicke in der Bucht bekommen konnte. (siehe Bilder weiter hinten). Die Teile habe ich miteinander verschweißt.




Muttern und Gewindestangen bekommt man im Baumarkt. Ich benötigte 33 cm der Stange. Ich bin ein Fan von Verbindungsmuffen statt einfacher Muttern. Damit kann man sowohl mit dem Schraubschlüsssel die Kraft aufbringen als auch ist der Widerstand auf der geölten Gewindestange überwindbar.

Das Werkzeug sieht dann so aus:

Herausziehbrücke nach Herausziehen des ersten Lagers, achtet bitte auf die Hölzer (Wegbegrenzer) unter dem Reifen!
Beim Herausziehen benötigt man eine Blechscheibe mit 78 mm Durchmesser, die damit im Blechzylinder des Hinterachsträgers hinuntergleiten kann und gleichzeitig aber auf den Blechmantel des Lagers drückt.
(Meine Scheibe war etwas dünn, deshalb ist sie mit sehr großen Unterlegscheiben verstärkt.)


2. Schritt Vorbereitung des Autos:
Ich habe den Wagen aufgebockt. Dies ist der kritischte Teil der Arbeit, da ein abrutschender Wagen einen darunterliegenden Menschen zerdrückt. Es ist also im eigenen Interesse größte Sorgfalt erforderlich. Daher weise ich ausdrücklich daraufhin, dass ich insbesondere für die nachfolgenden Erläuterungen nicht hafte!

Da ich nur einen größeren Wagenheber habe, lifte ich den Wagen in Einzelschritten umlaufend an. Bewährt hat sich eine Unterkonstruktion An beiden Seiten des Wagebs lege ich Holzlatten ca. 5 cm hoch und 10 cm breit hin. Sie reichen jeweils ca. 10 cm über die Aufnahmepunkte hinaus. Imzweiten Schritt lege ich etwa gleichlange Kanthölzer 10710 cm quer unter dem Wagen in Höhe der Aufnahmepunkte durch. Es entseht ein Quadrat mit etwa 10cm überstehenden Ecken. Schnell noch etwas rutschfestes zwischen Lagerholz und Aufnahmepunkt gepackt und der Prozess des Anhebens kann beginnen. Zuerst immer penibel darauf aucten, dass die Aufnahmepunkte mittig vom Brett bleiben. Dann umlaufend immer um ca 15 cm anheben. Die rausragenden Enden des Viekantholzes sind schöne Aufnahmepunkte für den Wagenheber. Nach jedem Heben lege ich Großflächige Holzreste unter die Vierkanthölzer. Merkregel: Die Hölzer sollten in der Grundfläche etwa so lang sein wie der Holzstapel unter dem Vierkant hoch ist. Damit können Kräfte schräg in den Untergrund eingeleitet werden, z.B. beim Würgen an einer Schraube mit einem großen Schraubschlüssel.

Beispiel:

Längshölzer, Vierkant quer mit Angriffspunkt für Wagebheber, Unterpallung hinten.
Die Unterplallung vorn beim schweren Motor ist genauso breit ,wie lang, wie hoch.


Wenn der Wagen angehoben ist, sollten die Hinterräder so gestützt werden, dass sie sich beim Lösen der Schrauben des Lagers um ca. 2 cm absenken können. Dies dient der Begrenzung der Verformung und z.B. dem Schutz z.b. der Schläuche für die Hinterachsblockade bei Automatikfahrzeugen.


3. Schritt: Herausziehen der Gummitonnenlager

Nun sind die Vorbereitungen getroffen, mit der Rollenliege unter das Auto. Mit einem 22 iger Schlüssel können die Schrauben des Lagers gelöst werden. Ich benötigte dazu eine Verlängerung des Hebelarms. Da ist ein sicher aufgebocktes Auto sehr wichtig!
An den hinteren Lagern ist bei mir ein Teller, der als Aufhängung für den Auspuff dient. Die Aufhängestangen des Auspuffes stören etwas und müssen beim Arbeiten zur Seite gedrückt werden. Auch die Endaufhängung der beiden Auspufftöpfe musste ich aushängen.

Richtig und wichtig ist, jeweils nur zwei der vier Lager frei zumachen, um die Lage des Hinterachsträgers gegenüber der Karrosserie nicht zu verändern..

Da beim Herausziehen auf das Lager die Platte mit 78 mm Durchmesser und eine Mutter aufgelegt werden muss, braucht man einen Arbeitszwischenraum von ca, 3 cm. Im Video wird gesagt, erst die Lager hinter der Achse lösen und tauschen, anschließend die vor der Achse.
Ich sehe das als schwierig an , da die Befestigungspunkte näher zusammenliegen und so ein verdrehen für eine Lücke von ca. 3cm über den Lagern schwierig ist. Daher habe ich seitenweise gearbeitet, erst die linke, dann die rechte. Bei dieser Reihenfolge müssen die Räder hochgehalten werden. Einfach ein paar Hölzer so drunterlegen, dass sich das Rad nur um ca. 2 cm absenken kann.

Ich habe eine Gewindestange auf 33cm abgelängt und dann unten eine Muffenschraube und eine Mutter kräftig gekontert. Wenn man Glück hat, stehen die Flächen der Muttern genau übereinander und man kann mit dem Ringschlüssel drübergleiten lassen. Nun wird die Brücke aufgesetzt. Genau arbeiten, da der Blechzylinder des Achsträgers recht dünn zum Abstützen ist.

Dann schraubt man eine zweite lange Mutter auf, steckt die Gewindstange erst durch die Brücke, dann durch das Metallteil des Lagers, legt die 78mm Scheibe oben drauf und fummelt eine Mutter als Abschluss so drauf, dass sie mit allen Gewindegängen auf der Gewindestange ist. (Siehe auch Bild vorn)
Nun kann der Vorgang des Ziehens beginnen. Eine Ratsche an die Kontermuttern zum Gegenhalten und ein 24iger Schüssel zum Herauspressen. Die Gewindestange gut pfetten. Am Anfng tut sich nichts. Das Metallteil wird nach untengedrückt, das Schrauben wird immer schwerer. In dieser Phase muss sich das 20 Jahre alte Gummi vom Metallzylider des Hinterachsträgers lösen, dasbraucht einige Minuten zeit zum Kriechen. Dannauf einmal geht die Schraube wieder zu drehen, manchmal gibt’s enen kleinen Knall und der erste kleine Spalt ist zu erkennen. Nun hat man gewonnen und kann die Schraube immer weiter anziihen. Wird es zu schwer, einen kleinen Moment Pause einlegen und das Lager rutscht wieder.




Hurra, gewonnen, es hat sich bewegt!




Über die Hälfte geschafft.


4.Schritt: Einsetzen der neuen Lager

Wenn das Lager herausgefallen ist , kann das Einsetzen beginnen. Zylinder sauber wischen. Gut ist der Tip, das Gleiten mit Seifenwasser zu erleichtern. Also einen halben Liter Wasser und zwei Spritzer Spülmittel in eine Sprühflsche und fertig ist ein Sprüher.

Während wir bisher den Gegenpunkt unten an der Brücke hatten, müssen wir uns nun ein Gegenlager über dem Zylinder des Trägers schaffen. Wir legen oben drauf einen Metallring mit dem Innendurchmesser von 80 mm, darauf eine dickere Metallplatte größer 80 mm mit Mittelbohrung.




Die Teile über dem Zylinder des Trägers, Ring Innendurchmesser 80mm, Platte, Unterlegscheibe, Mutter. Diese müssen oben auf den Zylinder gelegt werden.

So von unten gesehen

Aufgelegt, von unten gesehen. Nun Aussprühen und das angesprühte neu Gummilager einsetzen. Auf die Mutter der Gewindestange die große Platte legen und die Gewindestange durch das Lagermetallteilfädeln und die Mutter oben aufdrehen.


Metallkern muß parallel zur Fahrtrichtung eingebaut werden.


















Lösen nach dem Einpressen. Der Einpressvorgang ist beendet, wenn die Gummilippen unten gegen den Zylinder drücken

Der Einpressvorgang ist nicht so schwergängig wie das Herausziehen.

Sind die zwei Lager der ersten Seiten eingebaut, wird der Hinterachsträger vorsichtig z.B. mit einem kleinen Wagenheber nach oben gedrückt. Auf die neuen Schrauben die Teller aufstecken und Schrauben einführen. Den Träger so hoch fahren, dass die Schrauben gut fassen und angezogen werden können.

Nun wiederholt sich der Ablauf auf der anderen Wagenseite.


Der Lohn der Arbeit: unser 7ner rollt wieder wunderbar sanft über alle Gullydeckel...., nichts klappert.
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