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Erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: steiermark graz
Fahrzeug: e38- 735FL, porsche 928, jaguar x300
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hallo,
da ich als Kfz Spengler und lackierer tätig war mal meine Meinung zum Thema karosseriearbeiten.
es ist sehrwohl zulässig aus 2 fahrzeughälften eines zu machen....
es wird ja nicht eine Karosserie irgendwo auseinandergeschnitten, bleche werden bei den originalen punkten ausgelöst.
das stückeln von einer Karosse in der mitte hat einen Vorteil, man braucht nicht unbedingt einen fahrzeugspezifischen karosserieaufsatz, es reicht die richtbank alleine aus, man misst sich die punkte aus und schweisst die Karosse zusammen.
die Hersteller geben im werkstatthandbuch auch immer ein kreuzmas der dome an und andere mase, wie auch bei BMW, die wagenheberaufnahme.
wenn man karosserieteile, zb. nur ein radhaus vorne einsetzt, soll man einen richtaufsatz nehmen, weil ja oft nicht nur das das ausgetauschte blech verzogen ist, man setzt auf den richtaufsatz die Karosse, da werden dann dome, achsbesfestigungen, stossstangen besfestigingen dann verschraubt, weiters hat jede Karosse noch löcher, dort gibt es aufsätze zusätzlich die in das loch hineinragen.
dann wird mittels dozer alles in die richtige Position gezogen- gedrückt, dann das neue Blechteil aufgestzt und wieder mit den Richtsatz aufnahmen verschraubt, die mase stimmen dann 100 prozentig wieder.
muss auch gestehen, mittlerweile werden solche arbeiten sehr selten gemacht zu teuer, sehr viel aufwand, letzte grosse aktion ist bei mir bei einigermasen neuen Gebrauchtwagen schon einige jahre her, Oldtimer bzw. Restauration ist eine andere Sache, da wird's noch gemacht.
jedenfalls haben solche arbeiten überhaupt nix mit pfusch zu tun.
zum Thema Rostschutz, da kann man einiges falsch machen, fängt schon bei der Grundierung an und geht über den hohlraumschutz.
wenn diese Sachen auch richtig verarbeitet werden, hat man bestimmt einen besseren schutz als ab werk.
leider gibt es immer mehr Wundermitteln auf den markt, rostentferner- Rostumwandler usw. ich weis da sind viele anderer Meinung wenn es um fertan, brato und was weis ich noch gibt.
jedenfalls wurden diese mittel für den hobbyanwender gemacht, da sie leicht anzuwenden sind, die leute kaufen die und denken das beste für die Karosse getan zu haben, würden diese mittel so gut sein wärde jede Vertragswerkstatt dieses zeug raufschmieren, aber dem ist nicht so.
Vertragswerkstätten, haben sehr wohl ständig neue auflagen wie eine reperatur durchzuführen ist, das wirkt sich natürlich auch auf die arbeitswerte aus, wenn man nachrechnet ist es nicht so teuer.
Beispiel, eine Lackierung, die varieren sehr, billig bis teuer, am ende sieht alles gleich aus, lack ist drauf und gut ist es, optisch top.
wenn man bedenkt, nehmen wir die deutschen premium Hersteller her, da wird wenn ein blech blank ist, mit speziellen Wischtüchern (ein stück sehr teuer und bei Verschmutzung gleich zu entsorgen und ein neues nehmen, denke die sind säurehaltig, wegen rostschutz)mal die stelle abgewischt, dann kommt Washprimer drauf oder wenns ein Mercedes Oldtimer ist, ep- füller, dann wird forciert getrocknet, weiters folgt eine spachtelschicht, wiederum füller, getrocknet dann erfolgt der lackauftrag.
kann aber auch zu x gehen welche es zuhauf gibt, angeschliffen, grundierfüller drauf oder voeher aufs belch spachteln dann füllern, lackieren, fertig.
wer weis schon wie es gemacht wurde, soll nun nicht heissen, dass alle lackierbetriebe so vorgehen, aber es ist die regel.
weis das aus Erfahrung, da ich nicht nur in einem betrieb gearbeitet habe, zeit ist Geld und so schnell wie möglich alles machen.
möchte nun nicht wissen wer von euch ein unfallfreies Auto hat, das keines ist, man kann sehrwohl bleche einsetzen und man sieht das nicht, gibt nicht nur pfuscher auf dem markt.
gruss mike
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