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Alt 21.01.2017, 12:07   #28
silyboy
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Jupp - ich fang mit Religion besser erst gar nicht an

Bei liberalen U.S. Sendern wird aktuell ausführlich vor den Gefahren gewarnt. Sogar der weltweite Populismus (in England, Deutschland etc.) wird thematisiert. Aber - schaut sich das ein Trump-Unterstüzer überhaupt an?

Unter den Wählern von Trump finden sich zu 42% Frauen. Wussten die aber, dass Trump die Abtreibung verbieten will (Haftstrafe)? Im Wahlkampf war noch davon die Rede... unmenschlich oder einfach nur ignorant?

Ich nehme meine eigene Tante als Beispiel. Sie hat sich in den letzten Berufsjahren (selbständig) keine Krankenversicherung leisten können aber trotzdem auf Obamacare geschimpft (vermutlich weil ihre republikanische Tochter es tat). Seitdem sie dank Obamacare eine Krankenversicherung hat, ist sie ganz still... die hat sich neulich erst in ner sehr bekannten (und eigentlich teuren) Klinik den grauen Star in beiden Augen entfernen lassen. Klar - das wäre auch ohne Versicherung gegangen aber dann hätte die sich keine gute Klinik aussuchen können.

Sicher - man sollte Menschen nicht so einfach für dumm erklären. Manchmal geht es aber nicht anders. Nach den 9/11 Angriffen waren die Amerikaner ebenfalls am durchdrehen (was verständlich ist). Nicht verständlich war die Art und Weise mit der diskutiert wurde. Viele denkende Amerikaner haben sich gegen die Kriege ausgesprochen. Und alle die es getan haben wurden von vermeintlichen Patrioten als Landesveräter beschimpft, als unpatriotisch und unchristlich. Klingt seltsam aber an vielen Orten in den USA sind das Totschlagargumente in einer vermeintlichen Debatte. Da interessiert es niemanden obs wirklich Massenvernichtungswaffen gibt oder sonstwie... Finger auf jemanden zeigen, "Verräter" rufen und es gibt Beifall...

Das war damals so verrückt, dass selbst im dt. Fernsehen davon berichtet wurde. Da muss man sich fragen wo die Intelligenz bleibt. Medien welche die Kriege in Frage gestellt haben wurden ebenfalls heftig angegriffen. Der Ami hat sich dabei kaum was gedacht aber dem deutschen fiel sofort das Wort "Gleichschaltung" ein.

Da kann man sagen was man will... ich bin stolz ein Deutscher zu sein. Warum? Wir haben zwar eine schwierige und traurige Vergangenheit... wir haben diese aber ehrlich und ernsthaft aufgearbeitet. In den Schulen trichtern wir den Kindern ganz genau ein, wie es dazu gekommen ist, wie die Anzeichen sind, welche Gefahren lauern... Wir sprechen offen über die alte Schande, über die Gräuel und Verbrechen und erinnern auch im öffentlichen Raum daran.

Anderswo gibt es sowas nicht. Klar - sobald die Nationalhymne spielt stehen alle auf. Da wird aber totgeschwiegen, dass Genozid begangen worden ist - und wenn es einer erwähnt wird er zum Staatsfeind gemacht. Menschen wählen Präsidenten zum 188. mal ins Amt. Dass dessen Familie auffällig viel Vermögen angehäuft hat stört nicht wirklich - und während der Präsident zum Sultan gemacht wird und das Volk sich selbst entmachtet applaudiert es auch noch dazu...

Da will ich doch sagen... ne ne... hier nicht. Dann schaue ich aber auf die Wahlbeteiligung der vergangenen Jahre und mache mir doch wieder Sorgen Im übrigen war die Wahlbeteiligung in den USA auch eher ernüchternd. Das hat die Wahl Trumps auf jeden Fall begünstigt.

P.S.
Festzustellen ist, dass die Wahl IMHO nicht repräsentativ ist (fürs Volk). Das Wahlsystem in den USA sieht ja Wahlmänner vor.
Deswegen hat Clinton zwar 3.000.000 Stimmen mehr als Trump (popular Vote), unterm Strich aber weniger Wahlmänner. Deswegen ist Trump Präsident...

Nun mag man sagen... das ist halt so. Das ist aber IMHO Schwachsinn. So gibt es z.B. in Kalifornien
knapp 38 Millionen Einwohner. Nur knapp 14 Millionen haben gewählt. Die Wahlmänner gingen an Clinton.
Jetzt hätten aber auch alle 38 Millionen Einwohner für Clinton wählen können. Die Zahl der Wahlmänner wäre immer noch gleich hoch. Trump wäre immer noch Präsident...
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Wenn schon Auto... dann BMW!

Geändert von silyboy (21.01.2017 um 12:27 Uhr).
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