Thema: Getriebe Hinterachse Übersetzung
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Alt 22.05.2020, 20:47   #8
Aprilscherz
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Ein Säufer wird der mit 4,xx sicher auch nicht
Die Änderungen ergaben sich ja auch aus Praxiserfahrung.
Es macht keinen Sinn die Maschine zu oft runterschalten zu lassen, so kann der Verbrauch bei einem 'nicht dauerhaft BAB' Auto mit einer sinnvoll kürzeren Übersetzung sogar förderlich sein für gute Verbräuche, vom Souveränen Anfühlen ganz zu schweigen.
Treibt man es zu weit, dann geht Souveränität wieder verloren weil er immer zu hoch dreht und laut wird, selbst auf Landstraßen ist dann der Motor u. U. zu hoch drehen.

entscheidend ist natürlich das fahrprofil aber dauerhaft Autobahn, wo die lange Übersetzung hilft, fährt ja kaum einer mit den Autos.
Beispiel der gute alte e28 non Kat 535i
Der Wagen ist fast tot übersetzt mit i=3,07.
Ein 3,5 L Sauger der bei 150 nur 3.000 Umdrehungen macht.
Also fast im. Bereich des V12.
Und bei 4000 fährt man schon 200.
Damit war der länger als quasi jeder Mercedes V8 mit 5 oder 5,6L oder ein Audi S6 4,2L mit 6 Gängen.
Meine Änderung auf i=3,45 (identisch zum Serien 528i) ergab dann bei 150 km/h immer noch absolut souveräne 3500 Umdrehungen und in dem Bereich dann 145 PS(zuvor bei 150/3000 nur 115 PS)
Dafür ein Antritt ob 70 oder 100.. Im fünften drauftreten und es geht wirklich vorwärts.
Hinzu kommt, dass der Wagen kaum mal über 150 gefahren wird und selbst wenn, er wäre nicht langsamer.
Denn mit der 3,07er ist er bei 230 im 4. Am Limit und im 5. Bei 4600 Umdrehungen deutlich unter seiner maximalen Leistung die bei 5.500 anläge.
Absolut unsinnig.
Mit der 3,45 liegt er bei 5500 um rechnerische 235+ also bestens abgestimmt.
Verbrauch ist nie aufgefallen ob der mehr ist.
Vielleicht auf 500 km Autobahnstrecke 0,5 L wenn überhaupt.
Wen interessiert das, ob 10L oder 10,5 wenn das alles so harmoniert wie in diesem Fall.

Ein Beispiel für zu lange Übersetzung ist ansich auch der 750i e32, es wird noch ganz gut kaschiert, aber er ist 20% länger als vergleichbare Kaliber in der Zeit.
Entsprechend wurde es auch in den damaligen Tests bemängelt, der V12 verliert eben an Biss.
Bzw, dort wo der biss kommt,oder besser gesagt wo er dauerhaft viele Nm zu bieten hat fährt man schon 160..200 (um 3000...4000 Umdrehungen )
Im wichtigen Bereich oberhalb 100 km/h.. 120 fehlt Drehzahl und damit Radleistung um sich noch souverän abzusetzen ggü einem 3,0 24V von Opels Senator oder omega der u. U. auch noch handgeschaltet ist.
Auch einen 325i wirst du nicht los.
Natürlich geht's uns deswegen nicht schlecht, aber Tatsache ist dass man viel Schub liegen lässt, ungenutzt lässt, wenn die gute Ausbeute Drehzahl bedingt erst um 220.. 230 km/h 'kommt', einem Bereich wo du kaum mal bist, der 325 vielleicht endlich kleiner wird im Rückspiegel (weil der dort quasi am/im begrenzter ist, aber für die mittleren Geschwindigkeiten optimal übersetzt ist und mit seinen 245 Nm und 4500 Umdrehungen bei 150..160 und 160 PS sauber zulegt.
Bei 160 und 3000 Umdrehungen hat der Fuffi nur 10 PS mehr.
(400Nm(momentanwert bei 3000 Umdrehungen) x3000u/min / 9550x1,36)
Da siehst du gegen den kümmerlich zu vermutenden 325i kein Land.
200Nm bei 4000 sind eben gleich schnell auf der Straße wie 400Nm bei 2000(die der 750 aber noch dort noch nicht mal liefert)
Bei 200 siehts schon günstiger aus, da liefert der 750 bei 4000/450 260PS ab der 325i e36 knapp 200.
60 PS können hier grade so reichen dass der kleinere, der dann aber nah am begrenzer zappelt, überholt werden könnte.
Niemandem nützt es dass der fuffi relativ gleichmäßig von 230-250 Tempo macht.
Sicher, so ein Motor soll nicht am maximum arbeiten bei V max, aber auf die letzten 10 kmh (die eh begrenzt werden) lieber verzichten und bei 160 durch nur 3% verkürzte Übersetzung stehen 11 PS mehr bereit.
Diese 3% habe ich gewählt weil der Fünfliter damit praktisch weiterhin sehr ruhig bleibt, nicht nervös wird.
Die nächste Stufe wäre 3,45 (statt 3,25) und das wäre mir fast zuviel des guten(Übersetzung des Alpina B12) das bedeutet bei 160 bereits 200 PS (3300/430Nm) die beim Serien Fünfliter antraben.
Statt 170 bei 3,15er.
Bei 250 Sachen ist man rechnerisch dann bei idealer Leistung und 5.000 U/min.
Schneller wirds dann kaum, aber im wichtigen Bereich 100-200 hast du immer um 10..30 PS mehr auf der Pfanne.
Und hast faktisch keine V max Nachteile.
Mercedes hats damals genau so gemacht.
Der 560 fuhr auch knapp 250 und war aber so kurz(fast etwas zu kurz) dass im wichtigen Bereich immer 20 Pferde mehr antraben.
Das war auch den Testern spürbar.
Du kannst all das mal auf den 730 übertragen.
Sinnvolle Differential Übersetzung ist wirklich effektiv.
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...die Banker sind nicht so schlau wie sie glaubten,aber so gierig wie befürchtet..

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