Hi !
Ich versuche mal etwas Klarheit zu schaffen:
Der Umstand,daß Lautsprecherausgänge mit niedriger Impedanz (in Ohm)
die hochohmigen Niederspannungseingänge ( 0,7 Volt)eines weiteren
Verstärkers versorgen ist und bleibt technischer Unsinn !!
(@Zaphod: Dummies wandeln die Leistung in Wärme um.Muss ja nicht sein,ohne Not beim Gig......)
Das Ganze ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten,als Autoradios
nachgeboostet (Nachverstärkt) werden mußten.
Von Car-HiFi etc. war zu der Zeit noch nicht mal die Rede.
Da zu der Zeit KEIN(!) Autoradio einen geregelten,hochohmigen 0,7 Volt-Ausgang hatte,
legte man die Eingänge des Boosters (meist mit eingebautem Equalizer) mit Spannungsteilern
so aus,daß sie von den Lautsprecherausgängen des Radios versorgt werden konnten.
Damals lagen Lautsprecher-Minus und Betriebsspannungs-Minus noch zusammen.
(Daher auch die Probs mit den im Auto werksmäßig
eingebauten Überblendreglern.Eine Ader wurde durch Karosserie ersetzt).
Danach kamen die Radios mit den potentialfreien Ausgängen,also LS-Minus NICHT auf Masse.
Und dann begann der Ärger:
Nachverstärker hatten Massepotential an den Eingängen,die Radios waren potentialfrei.
Effekt:
Verzerrungen,zu leise,Endstufen tot.
Wie es auch heute noch vielfach passiert durch die externen Endstufen/Nachrüstungen.
Der Grund eben auch für diesen Thread.
Und jetzt der Hammer:
Das Ganze liegt ca. 30 Jahre zurück !
DENNOCH findet man heute immer noch diesen Unsinn vor,obwohl es auch vor
30 Jahren schon Stand der Technik war.
Daraus resultierend dann die ständigen Probleme mit der Kombination von Komponenten
im Auto,wie sie sich ja auch hier in den Threads immer wieder reichlich präsentieren.
Dann noch die Begriffsverwirrungen:
Der eine sagt : "Low-Level/High-Level" ,der Andere spricht von Pegel,ein Weiterer von Innenwiderständen,
und Impedanzen,noch einer würfelt die Begriffe Leistung und Spannung durcheinander.
Verursacht durch den falschen Umgang mit diesen Begriffen seitens der Hersteller.
So ist die babylonische Verwirrung komplett.
Dabei wäre das alles so leicht zu modifizieren.
Anpassungs und Pegelprobleme lassen sich immer leicht lösen.
Jeder Ein-und Ausgang hat SEINEN spezifischen Wechselstromwiderstand (Impedanz in Ohm/Kilo-Ohm).
Verbindet man Komponenten sollten diese Impedanzen GLEICH sein.
Denn über diesen Widerständen liegt die Signalspannung mit ihrem Pegel in Volt.
Erst wenn die Impedanzen gleich sind,erhalte ich den höchsten nutzbaren Pegel
und damit das beste Signal-Rauchverhältnis.(Abstand zwischen Nutzsignal und Rauschsignal in dB).
Mit dem Begriff "LEVEL" wird auch sorglos umgegangen.
Seitens der Hersteller wird damit wechselweise (!!)sowohl die SPANNUNG ,als auch die IMPEDANZ
bezeichnet.
Ein Lautsprecherausgang ist somit IMPEDANZ-mäßig ein LOW-LEVEL-Output,
ausgangsSPANNUNGS-mäßig jedoch ein HIGH-LEVEL-OUTPUT.
LEISTUNGS-mäßig auch ein HIGH-LEVEL-OUTPUT.
Eine aktive Frequenzweiche hat SPANNUNGS-mäßig einen LOW-LEVEL-INPUT.
IMPEDANZ-mäßig jedoch einen HIGH-LEVEL-INPUT.
So sollte man den Begriff " LEVEL" IMMER mit dem verknüpfen,was gemeint ist:
Impedanz-LEVEL
Spannungs-LEVEL
Leistungs-LEVEL
Strom-LEVEL
Oder man ersetzt es gleich durch das deutsche Wort "Werte".
Gruß
Knuffel
[Bearbeitet am 14.6.2003 um 14:39 von knuffel]
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Gruß
Knuffel
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