Da wir unsere Bimmer ja meistens gebraucht kaufen, gilt es natürlich auch zu berücksichtigen, wie der oder die Vorbesitzer mit dem Wagen umgegangen sind! Es gibt Autos, die sind mit 100.000 km schon echte Baustellen, da nur unzureichend gewartet oder nie richtig warm gefahren usw. Dann wiederum gibt es Autos mit 200.000+ km, die fast keine Probleme machen. Es ist auch noch ein Unterschied, ob 200.000 zu 90% nur auf der BAB zurückgelegt wurden oder zu 90% im Kurzstreckenverkehr.
Jedenfalls sind die Möglichkeiten legion und jedes (!) Auto ist individuell zu bewerten. Mal abgesehen von den üblichen Sachen wie VA usw. Bei meinem E32, den ich früher gefahren bin, hatte ich in fünf Jahren keine Probleme, schon gar nicht mit der VA. Dann allerdings kam das Ende sehr plötzlich, also Motorschaden. Lohnte sich bei dem Fahrzeug nicht mehr bzw. damals kannte ich dieses Forum noch nicht und die Möglichkeiten, die man heute hat, günstig an einen 12-Zylinder-Motor zu kommen.
Als ich mir vor ein paar Monaten den E38 kaufte (den wollte ich schon zu meinen E32-Zeiten), stand ich auch vor der Option: M5 (E39) mit satten 400 PS oder eben ein E38-Fuffi. Die "Vernunft" (sofern man davon überhaupt sprechen kann) hat gesiegt und ich sah die Nachteile beim M5: Teurer im Unterhalt, anfälliger, weniger zuverlässig und verleitet unter Garantie mehr zum Schnellfahren bzw. Rasen. Das Fahren im Fuffi hingegen entspannt. Da ich früher schon mal einen M hatte, weiß ich, wie teuer die Dinger gerade im Unterhalt sind. Und ein Muster an Zuverlässigkeit sind sie auch nicht (2 Motorschäden in vier Jahren).
Ich weiß aber auch, dass ich mir nach dem Gesetz der Serie (hatte erst einen E23, dann einen E32 und jetzt einen E38) irgendwann auch mal einen E65 kaufen werde. Suche nur noch nach dem geeigneten Bölkstoff, um mir den schön zu trinken
Gruß, Claus