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Zitat von gucky
Moin,
gestern Abend kam dann noch ein Spruch von Tiefensee.
Fahrzeuge bis 1999 sollen nicht mit der CO² Steuer bedacht werden, da es für diese keine genauen Angaben gibt.
mfG Gucky
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Wegen dieser Diskussion über die Berechnungsmethode konnte ich es mir nicht verkneifen, Herrn Tiefensee wie folgt anzuschreiben:
Sehr geehrter Herr Minister Tiefensee,
Sie betonen immer wieder, um klimafreundliche Technologien und Kraftstoffe zu fördern, brauchen wir statt Mineralölsteuer und hubraumbezogener Kfz-Steuer eine CO2-Steuer! Heute entnehme ich der Tagespresse, dass Sie das Durchsetzen wollen, allerdings sei das Berechnungsverfahren noch unklar.
Ich weiß wirklich nicht, was es da Neues zu berechnen gibt. Sie sind doch Ingenieur, wenn auch nur der Elektrotechnik. Trotzdem müsste Ihnen ingenieurmäßiges Denken noch geläufig sein. Es gibt nämlich einen einfachen Zusammenhang zwischen Verbrauch und CO2-Emission, der aus der Verbrennungsrechnung für flüssige Brennstoffe resultiert. So entstehen bei der Verbrennung von 1 l Benzin 2350 g und bei Diesel 2650 g CO2. Diese Berechnung lässt sich natürlich auch für gasförmige oder feste Brennstoffe durchführen. Der Zusammenhang beschreibt die direkte Proportionalität zwischen Verbrauch und CO2-Ausstoss. Für die Messung des Kraftstoffverbrauchs hat jede Tankstelle ein genormtes, zertifiziertes und geeichtes Messverfahren. Das System zur Steuererhebung ist ebenfalls vorhanden. Was soll dann eine Änderung auf eine CO2-Steuer bringen außer einer Aufblähung des Verwaltungsapparates? Wer viel, schnell und große Autos fährt, zahlt auch viel, nämlich an der Tankstelle. Wer sparsam fährt, verbraucht weniger, emittiert weniger CO2 und zahlt auch weniger. Gerechter und einfacher geht es kaum. Das kann nur noch verbessert werden, wenn die hubraumbezogene Kfz-Steuer auf die verbrauchsabhängige Mineralölsteuer umgelegt wird...
...Wenn Sie das Ziel von 120 g/km CO2-Ausstoss erreichen wollen, dürfen Dieselfahrzeuge nur 4,5 und Benzinfahrzeuge 5,1 l%km verbrauchen. Da bin ich gespannt, mit welchem Dienstfahrzeug Sie das erreichen wollen?