Im 18. Jhd. gab es Bestrebungen, lateinische Ausdrücke einzudeutschen. So wurde aus "Nase" "Gesichtserker". Hat sich aber irgendwie doch nicht durchgesetzt.

Natürlich gebe ich Dir recht, dass Fremdsprachen notwendig sind. Ich habe auch absolut nichts gegen die englische Sprache. Wirklich nicht. Aber es kann doch nicht schaden, die deutsche Sprache zu pflegen, oder? Fachbegriffe sind ein Kapitel für sich. Manche Übersetzungen sind sicher absurd - siehe Deine Beispiele. Aber warum Harddisk, wenn es Festplatte auch tut. Mir geht es eigentlich auch mehr um das tägliche Durcheinander. Viele Firmen verwenden z.B. im deutschen Sprachraum englische Werbeslogans (z.B. Telecom Österreich: Get more u.s.w.). Da frage ich mich, was das soll. Mal ganz davon abgesehen, dass das soundsoviele Leute nicht verstehen. Hier in Südtirol gab es in Bozen über Weihnachten eine Kunstaktion in deren Rahmen öffentlich Bereiche mit Kunstwerken und dem, was manche dafür halten, geschmückt wurden. Darunter waren auch Transparente über Brücken mit flotten englischen Sprüchen (ich glaube zum Thema Weihnachten). Dabei kann hier kaum ein Mensch gescheit Englisch. Die Jüngeren vielleicht, aber schon in meiner Altersgruppe hört's auf. Ich bin sicher kein sprachlicher Totalverweigerer. Wie könnte ich auch. Ohne Fremdsprache, in meinem Fall Italienisch, käme ich hier höchstens halb so gut zurecht. Das Ergebnis dieser von Dir angesprochenen und leider auch real stattfindenden Vermischung finde ich allerdings alles andere als befriedigend.
Gruss
Franz
[Bearbeitet am 14.1.2003 von Franz3250]