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Alt 24.01.2003, 10:01   #14
B12
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Immer wenn es um Öl geht, wird es religiös :-)
Kaum einer weiss genaues und alle glauben an irgendetwas.
Nur deshalb ist die Petro-Industrie in der Lage für einen Liter Öl
10,- oder gar 15,- Euro zu kassieren.

Aber mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle.
Zum einen der Abrieb (wie Helge bereits völlig richtig gepostet hat);
zum anderen unterliegt Öl einer Alterung. Den grössten Anteil hat
hierbei die Oxydation, den das Öl kommt natürlich mit Luftsauerstoff
in Kontakt. Und durch die mechanische und thermische Belastung
werden die Molekülketten der Kohlenwasserstoffe gebrochen. Dies führt
zu einem immer dünner werdenden Öl welches die im Getriebe auftretenden
Scherkräfte nicht mehr aufnehmen kann.
Die Belastung ist zwar bei weitem nicht so hoch wie in einem Motor,
aber ewig geht das nicht gut.

Es gilt im Grunde das gleiche wie bei einem Motor, je mehr Kurzstrecke
gefahren wird, um so höher die Belastung. Konstante Fahrt ohne Schaltvorgänge
belastet weniger.

Da ein Ölwechsel nicht wirklich teuer ist, würde ich nach 100 TKM wechseln,
egal wie "gering" die Belastung war.
Ich gehöre übrigens zu der Fraktion, die nur alle 40-50 TKM das Motoröl
wechselt, das ist aber bereits nach einem Jahr der Fall.

@Helge
dein Nachbar hat nicht ganz unrecht, allerdings dürfte er als Vertreter auch
einige Kilometer zusammenbekommen. Beim Motor kommt allerdings noch die
chemische Zersetzung der viskositätsbildenden Additive und die Bildung von
schwefeliger Säure hinzu. Nach einem Jahr muss das Öl auch bei Langstrecke raus.
(Bei Dieseln wegen dem Russ im Öl sehr viel eher)

Gruss
Daniel
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