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Alt 05.05.2003, 15:51   #55
Lächler
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Standard -»Bluebrain

Hallo Bluebrain,

ich fasse mich dieses Mal etwas kürzer, das Wetter ist hier bei uns zu schön...

Nein, die paar genannten Teile dienen nicht zur Invertierung sondern zur Konditionierung des Signals und stellten das Minimum dessen dar, was vorhanden sein sollte. Darin fehlt dann immer noch ein Überspannungsschutz sowie ein EMC-Filter.

Im Übrigen, wenn es lediglich darum geht, ein Signal zu invertieren, genügen dafür im einfachen Fall bereits ein Transistor und zwei Widerstände. Da wir hier davon reden, ein Signal zu invertieren, das in einen Mikrocontroller läuft, genügt sogar ein Transistor und ein Widerstand, da die gängigen Controller ohnehin einen Pullup-Widerstand an den Portpins integriert haben. Somit läßt Du vorzugsweise einen NPN-Transisor einfach den Portpin gegen Masse ziehen, der Widerstand ist natürlich der Basiswiderstand.

Eine Invertierung per Software macht außerdem keinen Sinn, wenn man mit Interrupts arbeitet und die Interrupt-Eingänge beispielsweise auf jede negative Flanke hin den jeweiligen Interrupt auslösen oder einen Timer löschen. Demnach wird man die Phasenlage des Signals selbstverständlich so ausrichten, daß die Software Interrupt-gesteuert arbeiten kann. Bei Controllern, die sich auf eine bestimmte Flanke programmieren lassen, erübrigt sich dies natürlich.

Also muß ich Dich leider enttäuschen - Du hast mich auf keine Idee gebracht.

Zu Deinen Spannungsschwankungen mit und ohne Modul am Bus... Hier mit einem Multimeter nachzumessen ist überflüssig. Nimm ein Oszilloskop und vergleiche während laufender Übertragungen die Flankensteilheit. Und selbst dies ist noch nicht repräsentativ, denn das Ganze muß auch während der Fahrt mit Signalrauschen und EMC-Einflüssen verschiedener Quellen funktionieren.

Was SMD betrifft - ich denke, ich werde einfach beide Platinen bereitstellen, so kann sich jeder aussuchen, was er lieber lötet. Mal schauen, ob die Zeit dafür reicht. Übrigens: Ein einfacher Lötpencil kostet EUR 6,- und sowas genügt, wenn man selten lötet.

Zum TH 3044: Schön, daß Du Dich mal etwas danach umgesehen hast. Aber was ist daran so super? Von diesen Pegelwandlern gibt es eine ganze Menge. Meine Entscheidung fiel für den Motorola-Chip aus, weil Motorola es sich nicht erlaubt, Chips alle Nase lang abzukündigen. So hat man eine gewisse Sicherheit, daß die in der Schaltung verwendeten Bauteile auch in Jahren noch lieferbar sind. Die Qualität ist bei Motorola, so weit ich das beurteilen kann, schon immer hervorragend gewesen, der Chip ist günstig und i.d.R ein Lagerartikel, also beschaffbar (heute bestellen - morgen da, man muß ihn sich nicht extra aus den USA kommen lassen).

Wenn Du schon einen solchen Chip gefunden hast, hoffe ich doch sehr, daß Du Ihn in Deiner Schaltung verwendest, Deine Abnehmer werden es Dir danken. Der TH3044 wird übrigens nur als SMD produziert.

Du merkst, man kann sich aus dem Internet viel Hilfe holen, wenn man seine Schaltung mit anderen diskutiert. Auf diese Weise kriegst Du Patzer raus, die Dir selbst in dem Moment nicht auffalen. Dies ist einer der Gedanken von OpenSource - falsch daran ist lediglich, wenn jemand damit versucht Geld zu verdienen.
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