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Alt 16.01.2021, 09:23   #12
M8-Enzo
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@chrisbiker

Drehe den Spieß einfach mal um. Dein Thema ist nun mal äußerst brisant!!
Und wenn DU derjenige wärst, der 20 Jahre lang hauptberuflich insb. in dem Metier "Tachoreparatur" tätig ist und auch leider zwangsläufig sowie rein erzwungenermaßen mit "brisanten Sachverhalten" völlig ungewollt konfrontiert wirst, dann könntest auch Du ein paar "informative" Dinge hierzu beitragen die allen Anderen in der Regel und verständlicherweise völlig verborgen sind ------ selbst denen, die meinen Ahnung zu haben weil sie an Autos schrauben ...
Das Thema "Tacho" kann nun mal extrem brisant sein! Da gibt es derart komplexe Sachverhalte und "Verstrickungen" von denen die Meisten meiner Überzeugung nach noch nicht mal etwas ahnen ....

Und wenn Du mit Deiner ursprünglich gestellten (und sicherlich sehr interessanten) Frage dann (bei mir) mitten ins Schwarze triffst, dann kommt bei mir das Bedürfnis auf "ein paar Zeilen" aufgrund Erfahrungen hierzu zu schreiben ....

@bmw-master1979

Vielleicht habe ich mich unverständlich ausgedrückt, aber was bitte hatte ich zuvor anderes geschrieben als das es nun einer erneuten Wiederholung bedarf?

Bitte keinesfalls persönlich nehmen - so möchte ich das nicht verstanden haben!!
Wie war das mit dem zweidimensionalen Denken und einem dreidimensionalen Sachverhalt ...? (Ich erwische mich nur zu oft selbst hierbei und merke ggf. nicht, wie ich mir ggf. selbst gedankliche Grenzen setze womit ich mir ggf. nur selbst schade)!

Du hast natürlich Recht ==> Wenn es Daten gibt die aufgezeichnet werden, dann können diese natürlich auch IMMER hinterher "verändert" werden - egal welche "Hürden" da zuvor aufgestellt wurden damit diese Daten eben nicht verändert werden können. Und diese ggf. vorliegende "Veränderung" hinterlassen in der Regel auch "Rückstände" die man ggf. ermitteln kann.
Die Frage ist dann jedoch immer noch: Sind dieses klare und verwendbare BEWEISE, oder sind es (nur) INDIZIEN die man ggf. in einem Streitfall nicht verbindlich verwenden kann?

Und nun zu der Aussage "läßt sich nachweisen" und "ja, die gibt es":
Setze mal den gedanklichen Hebel an folgende Stelle an:
Was ist, wenn es erst gar keine wirkliche IST-Daten gibt die ggf. aufgezeichnet werden? Dann gibt es folglich auch nichts auszulesen und es gibt auch nichts zu manipulieren daran.
Was ist, wenn der Fahrer selbst entscheiden kann welche Fahrten aufgezeichnet werden und welche nicht?

Und dann lasse die Gedanken mal weiter arbeiten:
Was ist, wenn anstatt der wirklichen IST-Datenaufzeichnung dann - quasi jungfräulich - eine ich nenne es mal "individuelle Datenaufzeichnung" vorliegt (die man natürlich auslesen, prüfen und sogar manipulieren kann wenn man dieses wollte --- aber wozu, da die vorliegenden Daten ggf. sowieso die Daten sind die man, selbst bestimmend, registriert haben wollte ...)?

Und nun prüfe noch einmal Deine Aussage "kann man auslesen" - um damit eine Manipulation aufzudecken.

Auch ich möchte mit absoluter Sicherheit nicht bewußt "Unmut" und/oder "schlechte Laune" verbreiten, - aber für unstrittig bestehende Fakten und Tatsachen kann nun mal auch ich nicht - auch wenn man diese nicht lesen will! Ich bin (und will auch) somit nichts anderes als "Bote" eines wahrheitsgemäßen Sachverhalts und nicht der unerwünschte Sachverhalt selbst.

Somit landen wir wieder bei der vorigen Aussage, daß es eben (zeitgemäß) keinen perfekten Schutz gibt und nur ein nagelneues Auto vom Band die entsprechenden Kriterien erfüllt.

Und ich denke mal, daß nun ALLES zu diesem Thema geschrieben wurde.

Gruß aus Werne

Guido
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Der Instrumentenkombi-, Klimabedienteil-, Bordcomputer- & Navi-Chirurg!
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