Bin unterdessen auch ein Verfechter des Tempolimits geworden. Sehe es oft genug auf der A5 von Basel nach Karlsruhe. Solange auf 120 beschränkt ist fahren die Leute schön ruhig und gelassen mit Tacho 130-135. Kaum kommt das berühmte weisse Schild drehen alle am Rad, fangen an zu drängeln, jeder will der erste sein der sein Gaspedal ins Bodenblech rammt. Das Ergebnis? Stau auf der linken Spur weil die Deppen sich gegenseitig ausbremsen. Und rechts wo alle 1km mal ein LKW fährt ist die Bahn frei für Leute wie mich, die dann ganz gemütlich dahinrollen und sich über die Ziehharmonikaspieler amüsieren.
Mit meinem gemütlichen, vorausschauenden Fahren schaffe ich die Strecke Basel - Speyer (via B9) - das sind 240km - in genau 2 Stunden. Das ist ein Schnitt von 120km/h. Bei dem üblichen dichten Verkehr auf der A5 ist selbst mit Drängeln und Angasen bis die Einspritzventile glühen ist kaum eine Zeit unter 1:45 machbar. Fragt mich nicht woher ich es weiss... Und dann hab ich 30-50% mehr Benzin verbraucht, meine Felgen sind schwarz vor Bremsstaub und meine Nerven am flattern. Tole Nebenwirkungen für maximal 15 Minuten Vorsprung! Die mentale Erschöpfung nach diesen 1:45h Nervenkrieg kann ich nicht in 15 Minuten abbauen. So gesehen bin ich langsamer fahrend immer noch schneller wirklich *angekommen*.
Genauso die Strecke Basel - Zürich (eben jene, die mal 100, dann 80 und dann wieder 120 hat) lässt sich wunderbar relaxed mit Tempomat (haben alle neueren 7er!) mit sensationellen Durchschnittsverbräuchen und ohne jeden Bussgeldbescheid fahren.
Es gibt nun mal kein verbrieftes Recht auf das Ausfahren der Höchstgeschwindigkeite ihres Fahrzeuges. Nur haben das mfk, Andrzej und wohl auch Ferri immer noch nicht gelernt. Geht Donnerstags auf den Hockenheimring fahren - da könnt ihr die Sau so richtig schön rauslassen.
Gruss aus Basel
Dominik
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