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Alt 14.06.2026, 13:11   #1
Frank87
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Fahrzeug: E34 530iA V8
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Dass D noch nicht vollständig ausgefallen ist, bedeutet, dass die Hauptdruckkolbenbohrung und die A-Trommel (A-Drum) noch intakt sind oder zumindest noch ausreichend funktionieren, um das Fahrzeug anzutreiben.

Ich habe einen ähnlichen Fall bereits bei einem 5HP30 eines Kunden erlebt. Bei diesem Fahrzeug hatte sich ein Gleitlager aus seiner Bohrung gelöst und blockierte die Welle. Wenn man kräftig Gas gab und somit ein hohes Drehmoment auf die Welle brachte, setzte sich das Fahrzeug wieder in Bewegung. Wahrscheinlich wurde das Gleitlager durch das Drehmoment vorübergehend wieder in seine Position gedrückt, wenn auch nur locker.

Es handelt sich hierbei nicht um einen typischen Fehler. In der Regel verliert man nicht gleichzeitig D und R. Meist fällt entweder D aus (Hauptdruckkolbenbohrung) oder R (Gleitlager oder undichter Kolben).

Bei dieser Laufleistung würde es sich ohnehin lohnen, ein gut gewartetes Ersatzgetriebe einzubauen. Die meisten 5HP24 der Generation 1 erreichen etwa 300.000 km, während die Generationen 2 und 3 üblicherweise zwischen 300.000 und 450.000 km halten.

Solange die Ursache nicht eindeutig festgestellt wurde, würde ich dem Schaltgerät (Ventilkörper/Schalteinheit) nicht vertrauen. Falls beispielsweise ein Gleitlager aus seinem Sitz ausgeschlagen wurde, hängt dies häufig auch mit einer unzureichenden Schmierung zusammen. Die Schmierung wird über die Schmierdruckbohrung und die entsprechenden Ventile geregelt. Diese Komponenten könnten daher ebenfalls verschlissen oder beschädigt sein.

Da ohnehin eine umfassende Diagnose erforderlich ist, würde ich versuchen, das Fahrzeug noch einmal kurz in D oder R zu bewegen. Falls der Motor erneut hochdrehen muss und anschließend ein deutliches „BONK“ zu hören ist, bevor das Fahrzeug anfährt, könnte dies auf einen Riss im Schaltgerät/Ventilkörper hindeuten.

In diesem Fall wären D und R gleichzeitig eingelegt. In Stellung D setzt sich letztlich D gegen R durch, und in Stellung R setzt sich letztlich R gegen D durch.

Die Erklärung für das kurzzeitig auftretende metallische Geräusch ist, dass der Teil des Schaltgeräts/Ventilkörpers, der gerissen ist und sich gelöst hat, für einen Moment von den rotierenden Komponenten im Antriebsstrang mitgerissen wurde. Letztlich fällt dieses Bruchstück jedoch in die Ölwanne und bleibt dort liegen.

Wenn die Ölwanne demontiert wird, kann man mit einem Endoskop oberhalb des Schaltgeräts/Ventilkörpers nachsehen, ob ein gerissenes Ventilkörpergehäuse sichtbar ist.

Dabei handelt es sich um ein langes, schmales Gehäuse, das oberhalb der Magnetventile montiert ist. Ein Riss oder ein ausgebrochenes Stück kann unter Umständen bereits bei einer Sichtprüfung mit dem Endoskop erkannt werden.

Ein solcher Riss ist ein Hinweis auf einen erhöhten Hydraulikdruck im Getriebe. Möglicherweise bist du dann noch rechtzeitig dran und kannst weitere Folgeschäden verhindern.

In diesem Fall wird jedoch sehr wahrscheinlich ein überholtes Schaltgerät (Ventilkörper) benötigt. Wird die Ursache frühzeitig erkannt und behoben, lassen sich oft größere Schäden an den übrigen Getriebekomponenten vermeiden.
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