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Kategorie: Formel1 01.06.2007
Großer Preis von Kanada 2007 - Vorschau
München/Hinwil, 1. Juni 2007. Die Formel 1 schnürt das zweite von fünf
Doppelpacks der Saison 2007: Am 10. Juni startet das BMW Sauber F1 Team auf dem
pittoresken Circuit Gilles Villeneuve in Montréal und nur eine Woche später auf
dem berühmten Speedway in Indianapolis.
Das BMW Sauber F1 Team reist voller Zuversicht zum Großen Preis von Kanada.
Auf der anspruchsvollen und schnellen Strecke wollen Nick Heidfeld und Robert
Kubica erneut Punkte sammeln, um den dritten WM-Rang der Mannschaft weiter
abzusichern. Bisher punktete das Team in seiner erst zweiten Saison in jedem
Rennen.
Nick
Heidfeld:
"Wie wohl die meisten Fahrer reise ich sehr gern nach Montréal. Die
Rennstrecke liegt einmalig schön auf der Insel im Sankt-Lorenz-Strom, das ist
eine unverwechselbare Atmosphäre. Und auch der Cicuit Gilles Villeneuve selbst
hat einen speziellen Charakter. Er ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke mit
langen Geraden, aber auch engen Schikanen und ein paar langsamen Kurven. Anfangs
hat der Asphalt immer sehr wenig Grip. Wenn er erstmal richtig griffig ist und
das Auto optimal funktioniert, fährt man in der zweiten Schikane heftig über die
Randsteine. Zudem hat sie ein Gefälle, und am Ausgang kommt man einer Mauer
verdammt nah.
Abgesehen von der Rennstrecke mag ich auch die Stadt Montréal sehr. Die
Stimmung ist immer super dort. Die Leute feiern und freuen sich über den Grand
Prix. Meistens bin ich ein paar Tage früher in Montréal und habe Zeit, dort
einkaufen zu gehen. Außerdem besuche ich gern ein paar Galerien in der Altstadt.
Zuhause haben wir ein paar Bilder hängen, die Patricia und ich dort gekauft
haben."
Robert
Kubica:
"Ich freue mich sehr auf Montréal. Dieser Kurs ist eine meiner
Lieblingsstrecken im Formel-1-Kalender. Der Einsatz bedeutet, erstmals wieder
mit weniger Abtrieb zu fahren. Im vergangenen Jahr war ich dort am Freitag
ziemlich gut. Diese Leistung will ich wiederholen und denke, dass unser Auto in
dieser Downforce-Konfiguration sehr gut sein wird. An der Strecke gefällt mir,
dass sie ein Straßenkurs ist. Anfangs gibt es sehr wenig Grip, aber das bessert
sich im Laufe des Wochenendes.
Ich bin gespannt, wie ich mit den Bridgestone-Reifen im Vergleich zu den
Michelin-Pneus aus dem Vorjahr klarkomme und wie ich meine Fahrweise anpassen
muss. Ich werde sehen, wie groß der Einfluss des Wechsels auf die Einheitsreifen
für mich ist. In Montréal war mein letztjähriger Fahrstil ein großer Vorteil.
Jetzt habe ich meinen Stil verändert und werde sehen, wie es dort damit klappt."
Mario
Theissen, BMW Motorsport Direktor:
"Die beiden Rennen in Nordamerika sind nicht nur für uns als Team die
nächste Herausforderung, weitere WM-Punkte zu holen. Sie haben auch für die BMW
Group besonderes Gewicht. Die USA waren 2006 mit einem Absatz von rund 314.000
Pkw der Marken BMW und MINI der wichtigste Einzelmarkt für die BMW Group. Kanada
ist nach den USA der zweitgrößte Markt in Amerika. Entsprechend groß ist dort
die BMW Fangemeinde. Diesen Zuspruch spüren wir auch im Team.
Im vergangenen Jahr sind wir als WM-Fünfte über den Atlantik gereist. 2007
kommen wir als drittbestes Team. 2006 haben wir nur zwei Punkte beim Doppelpack
in Nordamerika einfahren können. Diese Bilanz wollen wir natürlich verbessern
und nach dem guten Resultat in Monaco so viele Zähler wie möglich holen, um
unsere Position weiter zu festigen.
Die Atmosphäre des Circuit Gilles Villeneuve auf der Insel im
Sankt-Lorenz-Strom mit dem Fahrerlager am ehemaligen Olympia-Ruderbecken ist
einfach bestechend. Mit dem bunten Treiben in der Stadt und einer Rennstrecke am
Wasser gibt es sicher atmosphärische Parallelen zum Monaco-Grand-Prix. Aber die
Streckenanforderungen könnten kaum unterschiedlicher sein. Der Kurs in Montréal
stellt aerodynamisch völlig andere Ansprüche und verlangt vor allem den Bremsen,
aber auch den Motoren alles ab. In unseren Autos verbleiben turnusgemäß die
Motoren, mit denen wir in Monaco gefahren sind. Als Ersatzfahrer wird uns
Sebastian Vettel auf die Amerika-Tour begleiten."
Willy Rampf, Technischer Direktor:
"Die Kombination aus langen Geraden und Schikanen macht Montréal zu einer so
genannten 'Medium Downforce'-Strecke. Wir haben dafür ein spezielles
Aerodynamik-Paket entwickelt. Vor allem auf der langen Gerade vor der letzten
Schikane haben die Fahrer die Möglichkeit zu überholen, wenn die
Höchstgeschwindigkeit dies zulässt. Montréal ist die Strecke, welche die Bremsen
höher belastet als jede andere im Kalender. Dementsprechend verwendet man die
größten Bremskühlungen und entsprechend standfeste Spezifikationen bei den
Scheiben und Belägen.
Die Strecke bestraft die kleinsten Fahrfehler, da die Leitplanken
größtenteils sehr nah sind und es nur wenige Auslaufzonen gibt. Wir waren im
vergangenen Jahr in Kanada sehr wettbewerbsfähig, und ich bin durchaus
zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr ein starkes Resultat erreichen
können."
Historie und Hintergrund:
Montréal liegt im Osten Kanadas und ist mit 1,6 Millionen Einwohnern die
zweitgrößte Stadt des Landes sowie die Hauptstadt der zu 80 Prozent
französischsprachigen Provinz Quebec. 3,7 Millionen Menschen leben im Großraum
Montréal. Das Stadtgebiet liegt auf der Île de Montréal am Zusammenfluss von
Ottawa River und Sankt-Lorenz-Strom. Der 233 Meter hohe Mont Royal im Zentrum
der Insel gab der 1642 als Ville-Marie-de-Montréal von französischen Entdeckern
gegründeten Stadt ihren Namen. Der Port de Montréal ist bis heute wichtiger
Hafen für alle Schiffe auf dem Weg zu den Großen Seen. Das Klima der Region wird
beherrscht von extrem kalten Wintern und kurzen, sonnigen Sommern.
Auf
dem Parkgelände des Bell Centre im Stadtzentrum versammeln sich am Samstag, dem
9. Juni, von 12:00 bis 18:00 Uhr BMW Fahrer mit außergewöhnlichen Fahrzeugen zu
einem Concours, bei dem die schönsten Exemplare in verschiedenen Kategorien
gekürt werden. Selbstverständlich sind Medien herzlich willkommen.
Das Gelände auf der Insel Notre Dame, wo die nicht permanente Rennstrecke
liegt, war 1967 Schauplatz einer Weltausstellung und 1976 Austragungsstätte für
die Olympischen Spiele. Das Formel-1-Fahrerlager wird entlang dem ehemaligen
Ruderbecken errichtet.
2007 wird der 39. Große Preis von Kanada ausgetragen und zwar zum 29. Mal in
Montréal. 1967 fand der erste Kanada GP in Mosport statt, dort folgten noch
sieben weitere. Mont-Tremblant war zwei Mal GP-Schauplatz. Seit 1978 fährt die
Formel 1 in Montréal, die Strecke wurde nach dem Sieger des Auftaktrennens
benannt, nach Gilles Villeneuve.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 01.06.2007
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Großer Preis von
Monaco - Rennen 2007 (News vom
29.05.2007)
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25.06.2006)
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