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25 Jahre BMW G/S
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Die neue Motorradklasse: 25 Jahre BMW GS (Teil 1)

Im September 1980 präsentierte BMW in Avignion der Presse die BMW R 80 G/S. Dass BMW mit dieser Enduro ein großer Wurf gelungen war, zeigte sich schon bei den ersten Testfahrten. Die BMW G/S begründete ein neues Marktsegment , das auch heute, ein Vierteljahrhundert nach der Präsentation, nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat.

Presse-Veranstaltung für die BMW R 80 G/S in Avignion, 1980Foto: Presse-Veranstaltung für die BMW R 80 G/S in Avignion, 1980

 

Die Geburtsstunde der BMW GS fiel in eine Phase des Absatzrückgangs im Jahr 1978 nach einem knappen Jahrzehnt des Wachstums. Als Ursache wurde neben dem schwachen Dollar, der vor allem die Ausfuhr in den Hauptexportmarkt USA erschwerte, eine im Wettbewerbsvergleich zu konservative Modellpolitik ausgemacht. Zum 1. Januar 1979 trat eine neue Führungsmannschaft an, um das Motorradgeschäft wieder auf Kurs zu bringen. Als erstes Produkt präsentierte ihr die Entwicklungsabteilung einen Geländeprototypen als Basis für ein neues Serienmodell.

Er bestand weitgehend aus Komponenten des Straßenmodells BMW R 80, die einfallsreich mit neu entwickelten Bauteilumfängen zu einem völlig neuen Motorrad kombiniert wurden. Ein leichteres Heck und ein größeres Vorderrad waren die Basis für Geländetauglichkeit. Die herausragende technische Innovation war aber eine Einarmschwinge am Hinterrad. Diese war zuvor schon von den BMW Ingenieuren „für die Schublade“ entwickelt worden und passten nun perfekt zu dem Projekt einer ganz neuen Großenduro.

Der erste Prototyp entstand übrigens ohne formellen Entwicklungsauftrag und diente dann gleich der Versuchsabteilung als Begleitfahrzeuge für die Geländesport-Werksmannschaft.

Tradition im Gelände

Geländesport war für BMW kein Neuland, bereits in den zwanziger und dreißiger Jahren ging man erfolgreich bei Sechstagefahrten an den Start und auch in den fünfziger und sechziger Jahren errangen BMW Fahrer Titel in Serie.

BMW R 80 G/S, 1980Foto: BMW R 80 G/S, 1980

 

 Die letzten drei Meistertitel im Geländesport gewann Herbert Schek auf einer modifizierten BMW R 75/5 in den Jahren 1970 bis 1972. Als das Reglement 1978 auch Viertaktmotorrädern wieder eine Chance bot, errang Laszlo Peres aus der BMW Versuchsabteilung den zweiten Platz der Deutschen Meisterschaft mit einem 142 kg leichten 800-ccm-Eigenbau. Dieser Erfolg machte Lust auf mehr: 1979 gründete BMW wieder ein Werksteam, um nun auch offiziell an den Geländewettbewerben teilzunehmen. Zwei Deutsche Meistertitel durch Richard Schalber und Werner Schütz in den Jahren 1979 und 1980 sowie Rolf Witthöfts Gewinn der Europameisterschaft 1980 waren der Lohn für das erneute Engagement.

Ein erfolgreiches Gerät für den Sport aufzubauen, ist eine Sache, ein wirtschaftlich erfolgreiches Serien-Motorrad zu entwickeln, hingegen eine weiter reichende Herausforderung. So war von Anfang an klar, dass das neue Modell keine Replica der Geländesportmaschinen werden soll, die nur zu einem relativ hohen Preis an einige wenige aktive Motorsportler oder Sammler abzusetzen gewesen wäre. Das neue Modell musste alltagstauglich sein und die Preisstellung sich an den Marktgegebenheiten orientieren.

Die Suche nach der Position im Markt

Japanische Hersteller hatten bewiesen, dass Enduromodelle wegen ihrer Handlichkeit sehr wohl auch bei Straßenfahrern Anklang finden konnten und hatten vor allem in den USA eine Endurowelle ausgelöst. Ein Markt war also zu erkennen.

Doch die Einzylinder-Motorräder fernöstlicher Hersteller entsprachen nicht den Vorstellungen von BMW. Zu spartanisch war ihre Ausstattung, was zwar für den kurzzeitigen Fahrspaß im Gelände ausreichte, auf langen Touren aber das Fahren zur Strapaze machte. Und an die Mitnahme eines Beifahrers oder Beifahrerin war bei ausgedehnten Touren erst recht nicht zu denken.

Eine BMW musste anders aussehen: Komfort, Tourentauglichkeit und Langlebigkeit als typische Tugenden waren unverzichtbar. Und so kristallisierte sich allmählich die Idee heraus, Geländetauglichkeit mit hohen Fahrleistungen und Fahrkomfort auf der Straße zu kombinieren. Ein genaues Studium des Enduromarktes brachte zudem folgende Erkenntnis: Lediglich zwei Prozent der gefahrenen Kilometer wurden wirklich im schweren Gelände zurückgelegt, 98 Prozent entfielen auf Straßen, unbefestigte Wege oder schmale Pfade. Damit war die Idee von der komfortablen Großenduro geboren, die sich auch in der Namensgebung wiederspiegelt. G/S, Gelände und Straße sollte diese neue BMW heißen. Sie eröffnete Marktlücke, deren Größe sich bis heute als fast unerschöpflich erwiesen hat.

Quelle: BMW Presse-Information vom 07.07.05

 
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